Wörterbuch
- 1. Mendel-Regel
- 1. Mendel-Regel: Kreutz man zwei homozygote Lebewesen miteinander, die sich in einem Merkmal unterscheiden, so sind die Nachkommen in der 1. Filialgeneration untereinander uniform.
- 2. Mendel-Regel
- 2. Mendel-Regel: Kreutz man Mischlinge unter sich, spalten sich die Merkmale in der F2 Generation im Verhältnis 1:2:1 oder 3:1 wieder auf.
- A-Horizont
- A-Horizont: Der Oberboden oder Krume / Mutterboden. Er besteht aus überwiegend locker gelagerten Teilchen und ist meist sehr humos, dunkel, feucht, locker, belebt und enthält organisches Material in Form von Wurzelresten.
- Abbaubarkeit
- Abbaubarkeit: Der Abbau eines Pflanzenschutzmittels, durch chemische Umwandlung oder andere Einflüsse wie zum Beispiel Mikroorganismen.
- Abdrift
- Abdrift: Unerwünschtes Verwehen von Pflanzenschutzmitteln durch Wind.
- Absorption
- Absorption: Aufnahme von Gasen oder gelösten Stoffen (Pflanzenschutzmitteln) von Pflanzen an der Oberfläche.
- Adhäsionskraft
- Adhäsionskraft: Anhangskraft zwischen Wassermolekülen und Wänden der Leitungsbahnen von Pflanzen.
- Anaphase
- Anaphase: Werden von Eiweißfäden zu Polen gezogen
- Antagonismus
- Antagonismus: Die Wirkung einer Substanz, eines Pflanzenschutzmittels, wird durch eine andere beeinflusst.
- Augen
- Augen: noch nicht ausgetriebene Achselknospen
- Schlafende Augen: Sich im Ruhezustand befindliche Achselknospen
Adventivknospen: kleine, bereits am Vegetationspunkt Vorgebildete Knospen
- Aussaat
- Aussaat
Ansprüche zur Keimung
Samen brauchen Wasser, Sauerstoff, Wärme und Licht bzw. Dunkelheit um keimen zu können. Außerdem muss die Keimwilligkeit und die Keimfähigkeit (lebender Embryo) genügend vorhanden sein.
Lichtkeimer: leichte Saat (Rhododendron, Salix). Lichtkeimer benötigen das Licht zum Keimen. Dazu zählen viele Arten deren Samen lange im Boden überdauern und bei plötzlichem Lichteinfall anfangen zu Keimen
Dunkelkeimer: schwere Saat (Quercus, Aesculus). Man bedeckt diese mit Tüchern oder schwarzer Folie
Wenn die Keimfähigkeit getestet ist und die Samen anfangen zu keimen, wird ausgesät. Dies geschieht per Hand oder Maschine auf breit- oder Reihensaat. Für die Dichte der Saat muss der Ausfall an Nichtkeimender Saat berücksichtigt werden.
Das Substrat sollte fein und humosreich sein, damit das Wasser zu den Keimlingen, die dicht unter der Oberfläche liegen aufsteigen kann.
Mit der Sternhackwalze wird für die Reihensaat Beete vorausgefahren um die Aussaat für spätere Bodenbearbeitungsmaßnahmen gleichmäßig einsäen zu können. Dann wird mit der Reihensaatmaschine die Saat der Keimfähigkeit und Sortenspezifischen Dichte entsprechend in gleichmäßigen Abständen in den Boden gebracht. Danach wird abgehakt und gegen Vogelfraß abgedeckt.
Bei der Breitsaat wird mit der Walze das Beet zu Recht gefahren und mit der Hand ausgesät, was viel Erfahrung erfordert. Danach wird mit weißem Sand abgestreut und gegen Wildfraß geschützt
Gewalzt werden die Beete, um Luftlöcher zu verhindern und so den kapillaren Wasseraufstieg zu fördern, der die Saat feucht hält. Saatbeete werden außerdem vor der Aussaat mit einem Fungizid abgespritzt, um Keimlingskrankheiten zu verhindern.
Gegen Unkräuter wird häufig mit vorlaufenden Mitteln gegen Einkeimblättrige (Monocytyle) Pflanzen gespritzt
Die Keimtemperatur sollte zwischen 20-30°C liegen
- Ökologie
- Ökologie: Die Lehre von den Beziehungen der Lebewesen zur Umwelt.
- B-Horizont
- B-Horizont: Der Unterboden. Er besteht meistens aus anorganischem Material (Sand, Ton, Steine), enthält nur wenige Wurzeln, ist dicht und fest und enthält viel ausgewaschenes Material (Ton, Eisen) vom Oberboden.
- Bakterien
- Bakterien
- einzellige Organismen
- Mehr ‚Lebewesen’ als Viren, denn haben eine ‚Andeutung’ von einem Zellkern und eine feste Zellwand
- Form wie Viren: Kugel-, Spiral- usw. -förmig
- Haben eine oder zwei Geißeln d.h. sie können sich bewegen in z.B. Flüssigkeiten
- Erscheinen meist zusammen mit Schleimbildung
- Befallen Zellwände – diese stürzen zusammen, die Strukturen gehen kaputt. Durch die Zerstörung, wird Zellplasma frei, vergammeln – es bildet sich Schleim
- Vermehrung durch Teilung (alle 30 min)
- Sitzen an und in dickfleischigen Reserveorganen (Speicherorganen)
- In Blättern brechen Zellen zusammen, man kann wie bei einem Fettfleck auf einem Papier hindurch sehen.
- Können wie Viren ständig mutieren
- Brauchen Wunden um durchzukommen: Spaltöffnungen, Blattnarbe, Schnittwunden, Frostrisse, durch eine gute Kutikula kommen sie nicht durch.
- Übertragung: Tierische Vektoren z.B. Läuse; durch Niederschläge: mit Wasser transportiert; Schnittarbeiten, Veredeln
- Größte Übertragung durch Blüte (Narbe) bei z.B. Feuerbrand
Allgemeine Symptome:
- Flecken an Blättern und Früchten (Fettflecken)
- Nass- oder Weichfäule (an dickfleischigen Organen z.B. Zwiebeln)
- Welk Erscheinung
Allgemeine Wucherung: Wurzelkropf
- Bakteriosen
- Bakteriosen: Pflanzenkrankheiten, die durch Bakterien ausgelöst werden.
- Bakterizide
- Bakterizide: Pflanzenschutzmittel, die Bakterien töten oder hemmen.
- Befruchtung
- Befruchtung: Der Pollen keimt auf der Narbe und bildet einen Pollenschlauch, der bis zur Mykropyle in der Samenanlage wächst. Während des Pollenschlauchwachstums teilt sich der Pollenkern in einen vegetativen Kern der das Pollenschlauchwachstum steuert, und zwei generative Kerne. Nach dem eindringen der Samenanlage stirbt der vegetative Kern ab. Einer der generativen Pollenkerne verschmilzt mit der Eizelle und bildet die erste Zelle des Embryos. Der andere Pollenkern verschmilzt mit dem sekundären Embryosackkern, aus dem das Nährgewebe entsteht. Nach der Befruchtung entwickelt sich aus der Samenanlage im Fruchtknoten das Samenkorn mit Samenschale, Embryo und Nährgewebe. Der Fruchtknoten entwickelt sich zur Frucht um, die dem Samen Schutz bieten und bei der Samenverbreitung unterstützen
++ Wie verhindert die Natur eine unerwünschte Selbstbestäubung?
- 1 Durch eine räumliche Trennung der Geschlechter
- 1.1 Getrenntgeschlechtlich einhäusige Pflanzen: ♂ und ♀ Blüten getrennt, aber auf einer Pflanze z.B. Hasel, Eiche, Fichte, Birke, Gurke, Spinat
- 1.2 Getrenntgeschlechtlich zweihäusige Pflanzen: ♂ Pflanzen getrennt von ♀ z.B. Taxus, Juniperus, Ginko, Esche, Pappel, Weide, Sanddorn
- 2 Durch eine zeitliche Trennung der Geschlechtsreife
- 2.1 Vormännigkeit: Pollen(♂) ist eher Reif als Narbe (♀) z.B. Lippenblüter und Doldenblüter
- 2.2 Vorweibigkeit: Narbe (♀) ist eher reif als Pollen (♂) z.B. Apfel, Birne, Rose, Erdbeere, Alpenveilchen
- 3 Selbstunfruchtbarkeit (Selbststerilität): Pflanzeneigener Polle keimt nicht auf der Narbe, nur fremder Pollen keimt; z.B. Kernost (braucht Pollenspender)
- 4 Langgriffligkeit (geringe Wirkung)
- 5 Kurzgriffligkeit (geringe Wirkung)
++ Züchter Methoden
- 1.Hybrid oder Kreuzungszüchtung: Gezielte Kreuzung zweier Partner: es entstehen Hybriden, Bastarde
- 2.Selektionszüchtung: Aus vorhandenem Pflanzenbestand wird Pflanze ausgewählt ohne Kreuzung
- 3.Kombination aus eins und zwei
Mutationszüchtung: Gezielt werden Mutationen ausgelöst, durch Anwendung Chemischer SToffe (Colchicin) oder durch Bestrahlung
- Biologische Verwitterung
- Biologische Verwitterung: Ein Vorgang, bei dem Pionierpflanzen (Flechten, Moose, Gräser) Steine besiedeln und diese durch Wurzelkraft sprengen.
- Biologischer Pflanzenschut
- Biologischer Pflanzenschut
- Es wird ein Pflanzenschutz ohne Einsatz von chemischen, oft giftigen Stoffen, die an und in den Pflanzen unerwünschte Rückstände hinterlassen können, angestrebt
- Thema befindet sich sehr in der Forschung, es kommen laufend weitere Erkenntnisse hinzu
Diese biologische Schädlingsbekämpfung hat folgenden Vorteil:
- keine Beeinträchtigung von Mensch, Tier, Pflanze
- keine Rückstände an Pflanzen und Erntgut
- keine Resistenzbildung
- Birnengitterrost
- Birnengitterrost
- Schadbild: Die Befallstellen des Gitterrostes zeigen sich auf der Blattoberseite anfänglich mit gelben, später leuchtendorangeroten runden Flecken. Auf der Blattunterseite entstehen gelbliche bis braune Auswüchse. - Ursache: Der Pilz überwintert auf dem Zwischenwirt der Gattung Wacholder (Juniperus). Bei günstiger feuchter Witterung gelangen die Sporen durch Wind an die Birnbäume, wo sie an der Blattunterseite keimen. - Vorbeugung: Entfernen und Verbrennen aller möglichen Zwischenwirtspflanzen wie Juniperus sabina und Kulturformen der J. chinensis und J. virginiana. Stark befallene Blätter sollten abgesammelt und verbrannt werden. Einsammeln der Blätter im Spätherbst. Ab Blütenbeginn bis Ende Mai (je nach Witterung und Klima) in Abständen von 10 bis 14 Tagen spritzen mit einem geeigneten Schorfbekämpfungsmittel, dabei Blattunterseite gut benetzen.
- Bekämpfung:
- Wirtspflanzen: Birnen im Wechsel mit Wacholder
- Blattläuse
- Blattläuse
- Schadbild: Treten meist an jungen Blättern und Trieben auf. Es entstehen Kräuselung oder Einrollen, später Wachstumsstörung oder Absterben befallener Teile. In folge der Honigtauausscheidung bildet sich schwarzer Russtaubelag der die Photosynthese stört.
- Ursache: Es gibt verschiedene Blattlausarten, die zwischen 1-4 mm groß sind und in verschiedenen Farben auf zahlreichen Zier- und Nutzpflanzen zum Teil sehr pflanzenspezifisch auftreten. Ihre Saugtätigkeit und die ausgeschiedenen Giftstoffe verursachen die Schäden an Pflanzen. Im Freien erfolgt die Eiablage im Herbst zur sicheren Überwinterung. Die nachfolgenden Läuse und deren Nachkommen sind in der Lage, dass ganze Jahr hindurch ohne erneute Befruchtung lebende Läuse zu gebären. Ende des Jahres bilden sich im Freiland wieder Geschlechtstiere, welche erneut Eier ablegen. Unter Glas, findet eine ununterbrochene Fortpflanzung ohne Wintertiere statt. Nach 10 bis 14 Tagen können Jungläuse im Sommer bereits wieder neue Läuse zur Welt bringen. Blattläuse können auch Bakteriosen und Virosen übertragen.
- Vorbeugung: Durch Schattierung, Lüftung und höhere Luftfeuchtigkeit können bessere Klima Bedingungen geschaffen werden. Wärme und trockene Luft begünstigen die Ausbreitung.
- Bekämpfung: Es gibt ein großes Sortiment von wirksamen Insektiziden.
- Nützlinge: Marienkäfer, Florfliege, Schlupfwespe, Ohrwurm.
- Wirtspflanze: Alle Zier-, Gemüse und Obstpflanzen
- Blüte
- Blüte: kein eigenständiges Organ, sondern ein umgewandelter Kurztrieb
- Boden
- Boden: Ist eine durch Gesteinsverwitterung natürlich vor Ort gewachsene Schicht. Er entsteht durch Gestein, dass an der Erdoberfläche durch Klimaeinflüsse, Pflanzenwuchs und die Tätigkeit der Bodenorganismen umgeformt wird. Ein für unsere Gartenpflanzen optimaler Boden sollte aus 50 % festen Teile (Körner), 25 % Flüssigkeit und 25 % Bodenluft bestehen.
- Bodenkolloide
- Bodenkolloide: Kleinste, schwebefähige und abschlembare Bodenteilchen d.h. kleiner als 0,002 mm. Je mehr Kolloide im Boden vorhanden sind, umso mehr Oberfläche entsteht. Für die Pflanzen bedeutet das ein bessere Nährstoffe – und Wasserspeicherung.
- Bodenmüdigkeit
- Bodenmüdigkeit: Wenn der Ertrag eines Bodens nachlässt. Entsteht oft durch z.B. Monokultur (einseitiger Nährstoffentzug →Monokultur).
- Borke
- Borke: absterbende Zellen des Korkkambiums
- Brand
- Brand: Pflanzenkrankheiten, die durch Bakterien oder Pilze verursacht werden. Typisch ist eine schwarze Verfärbung der befallenen Gewebeteile
- C-Horizont
- C-Horizont: Der Rohboden/Untergrund. Hier befindet sich nur wenig Luft und keine Durchwurzelung oder Tiere, dafür aber viel Wasser. Im C-Horizont befinden sind die meisten anorganische Ausgangsmaterialien des Bodens, wie Gesteine, dicht gelagerter Sand und Ton.
- C/N - Verhältnis im Boden
- C/N - Verhältnis im Boden: (C = Kohlenstoff: steht hier stellvertretend für die organische Substanz im Boden, N = Stickstoff). Das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff gibt über den Gehalt an Dauerhumus (= ein gut zersetzter, sehr belebter, locker, krümeliger, Kompost oder Lauberde) und die Mineralisierbarkeit (= Zerkleinerungsprozesse der organischen Substanz im Boden durch Kleinstlebewesen) Auskunft. Je höher der C-Anteil eines Bodens ist, desto langsamer verläuft die Mineralisierung, je mehr N umso schneller.
- Chemische Verwitterung
- Chemische Verwitterung: Verwitterung durch Minerale aus dem Wasser, Säuren, Luftsauerstoff (Oxidation), biochemische Zersetzung (frei gesetzt bei Zersetzung pflanzlicher Rückstände).
- Das Streuen im Pflanzenschutz
- Das Streuen (im Pflanzenschutz)
erfolgt schnell
- Körnung, Mittel sind dem Schädling angepasst (Schneckenkorn)
- Das Verdampfen im Pflanzenschutz
- Das Verdampfen (im Pflanzenschutz)
mit speziellen Gräten, nur in geschlossenen Räumen
- Angewandt gegen Echten Mehltau
- Dauerhumus
- Dauerhumus: Eine gut zersetzte, sehr belebt, locker, krümelig Lauberde oder Kompost.
- Der Samen
- Der Samen
++ Was braucht ein Samen zur Keimung?
- Wasser – quellen, muss „in gang“ kommen
- Licht / Dunkel – braucht diese Reize um auszutreiben
- Nährstoffe
- Luft – sonst Fäulnis, Atmung
- Wärme / Kälte (Braucht Frost um nicht vor dem Winter auszutreiben)
Samen ruhen zum Teil bis zu 10 Jahren
Im Samen ist ein „Energiepaket“ durch das zu erst die Wurzel gebildet wird
Einen guten Samen erkennt man daran das sein „Energiepaket“ gut ausgebildet ist: er ist schwer - schwimmt im Wasser nicht oben, nicht verschrumpelt
Ein Samen hat im trockenen Zustand 12 bis 20 % Wasser, Wenn er aufquillt 80 bis 85 % Wasser
++ Sporen:
Vermehren sich selbst – ungeschlechtlich
= gleiche Erbanlage
= werden von der Pflanze abgeschnürt (Zellteilung)
- = können sofort Loswachsen
++ Was braucht ein Samen zum Wachstum?
1.Licht wirkt auf:
- a.Längenwachstum (wächst zum Licht)
- b.Blütenbildung ( mehr, größer, Farbe, Zeit / Stunden des Blühens), Kurztages Pflanzen blühen nur bei bestimmten Nachtlängen z.B. Weichnachtssterne / Langtags Pflanzen blühen nur bei bestimmten Tageslängen
- c.Energieproduktion, Photosynthese
- 2.Luft: ein Gasgemisch aus
70 % Stickstoff => kann nicht aus der Luft aufgenommen werden, darum Dünger (bei Leguminosen z.B. Lupinen können Knöllchenbakterien umwandeln)
20 % Sauerstoff (O2) => wichtig für die Atmung
0,03 % Kohlendioxyd (CO2) => wichtig für Photosynthese
- 3.Temperatur, Keimung, Wachstum,
Samen brauch erst Frost damit die Pflanze nicht im Herbst aufgeht und im Winter erfriert
Optimal ~ 20 °C = volles Wachstum
Bei 0 °C Gewebe Temperatur erfriert die Pflanze
Bei ~ 41 °C Gewebe Temperatur gerinnt das Eiweiß- die Pflanze stirbt
- 4.Wasser - löst die Nährstoffe und transportiert sie in die Pflanze
- 5.Nährstoffe -
Hauptnährstoffe: z.B. Stickstoff N, Phosphor P, Kalium K
Spurenelemente: z.B. Eisen Se, Kupfer, Molybdän Mo
- Desinfektion
- Desinfektion: Vernichten von Mikroorganismen (Krankheitserreger), meist durch Dämpfen oder chemische Behandlung.
- Dickmaulrüsslerkäfer und Larve
- Dickmaulrüsslerkäfer und Larve
- Schadbild: Käfer: Randfraßschäden an den Blättern. Larven: Wurzelfraß, in deren Folge die Pflanzen welken und absterben. Oft fallen die Pflanzen aus den Töpfen, weil alle Wurzeln abgefressen sind. Auch Knollen und fleischige Sprosse und Rinde im Boden werden angefressen.
- Ursache: Der gefurchte Dickmaulrüsslerkäfer ist 10 bis 12 mm groß, schwarz und mit langen Fühlern. Da er lichtscheu ist, versteckt er sich tagsüber an schattigen Stellen und frisst nur während der Nacht. Die Eiablage erfolgt in feuchten und humosen Erden. Die Larven ernähren sich von unterirdischen Pflanzenteilen und verpuppen sich nach vollendetem Reifungsfraß. Nach einer längeren oder kürzeren Puppenruhe, schlüpft der Käfer und beginnt bei wärmeren Witterungsperioden mit dem markanten Blattfraß.
- Vorbeugung: Bei Kübelpflanzen sollten nicht zu leichte Substrate verwenden werden. Im Frühling und Frühherbst könne insektenparasitierende Nematoden ausgebracht werden.
- Bekämpfung Käfer: Die Käfer während ihrer Fraßtätigkeit absammeln.
- Bekämpfung Larve: Begießen der Pflanzen mit larvenparasitierenden Nematoden.
Wirtspflanzen: Azaleen, Begonien, Efeu, Hortensien, Primeln, Cotoneaster, Prunusarten, Rhododendronarten, Eibe
- Verschiedenes: Der gefurchte Dickmaulrüsslerkäfer legen seine Eier mit Vorliebe in leichte Kultursubstrate ab. Durch die Anzucht in Torfsubstraten und den Import von Baumschulpflanzen, hat in den letzten Jahren eine starke Ausbreitung stattgefunden.
- Nützlinge: Zwei Arten von larvenparasitierenden Nematoden sind bekannt: Heterohabditis sp. und Steinernema carpocapsae. Beide Arten sind mit genauer Gebrauchsanweisung einfach auszubringen.
- Diffusion
- Diffusion: Ist ein Vorgang, bei dem sich zwei verschieden konzentrierte Lösungen vermischen und ausgleichen.
- Diploid
- Diploid: sind Zellen mit doppeltem Chromosomensatz
- Dissimilation
- Dissimilation: Atmung (Stoffabbau). Im Gegensatz zur Photosynthese = Nährstoffaufnahme. Atmung ist eine langsame Verbrennung (Abbauprozess) von Nährstoffen mit Hilfe von Sauerstoff. Die Pflanze atmet in allen lebenden Zellen (Wurzel, Spross, Blätter, Blüten, Früchten, Samen) zu jeder Zeit (Tag und Nacht). Für alle Lebensvorgänge der Pflanze wird ständig Energie benötigt. Dazu werden gespeicherte Kohlenhydrate zu Traubenzucker zurück verwandelt und dieser wird unter Verbrauch von Sauerstoff O2 stufenweise zu CO2 und H2O abgebaut. Dabei wird die in den Kohlenhydraten gebundene Energie ebenfalls freigesetzt.
Ablauf der Dissimilation
Traubenzucker + Sauerstoff = Wachstumsenergie + Kohlendioxyd + Wasser
C6 H12 O6 + 6 O2 = 674 Kcal + 6 CO2 + 6 H2O
- Dosierung
- Dosierung: Die bemessene, meist auf die Gewichtseinheit bezogene Menge eines Wirkstoffes oder Mittels.
- Einhäusig
- Einhäusig: Männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze
- Einzelkornstruktur im Boden
- Einzelkornstruktur im Boden: z.B. Sand oder Ton. Meist sind die Folgen einer Einzelkornstruktur: Verdichtung, Staunässe, Versauerung und Erosion. Durch Schattengare und das ausbringen von organischer Masse kann der Boden verbessert werden.
- Emulsion
- Emulsion: eine ölige Flüssigkeit, nicht wasserlöslich. Die Brühe ist meist milchig, kann mehrere Stunden ohne Bewegung stehen
- Erde
- Erde: ist eine zusammengetragene Masse z.B. aus Kompost. Erden müssen reifen bevor sie verwendet werden können.
- Fäulnis
- Fäulnis: Eine Art des Stoffabbaus (durch meist anaeroben Bakterien) der unter Sauerstoffmangel stattfindet z.B. bei Nässe, Verdichtung, Verkrustung. Hierbei entstehen als Nebenprodukt Faulgase die eine wachstumshemmende Auswirkung auf Pflanzen haben.
- Fäulnisherd
- Fäulnisherd: Durch Bakterien oder Pilze verursachte Faulstellen an Pflanzen
- Feldmaus
- Feldmaus
- Schadbild: Tritt besonders oft an Obstbäumen, vorwiegend bei Apfelsorten auf. Im Winter oder Frühjahr benagt die Feldmaus die Rinde um die Stammbasis, wodurch der Wasser- und Nährstoffanstieg unterbrochen wird und die Pflanzen im Frühjahr plötzlich welkt oder abstirbt.
- Ursache: Die Feldmaus hat kleine abgerundete Ohren, ein kurzes, hellbraunes bis graues Fell über den Rücken, wogegen es auf der Bauchseite beige bis grau ist. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 8 bis 11 cm. Als Bewohner des offenen Landes fällt ihre Anwesenheit durch verschiedene offene Löcher auf, bei denen jedoch die aufgestoßenen Erdhaufen fehlen. Neben grünen Pflanzenteilen ernähren sich die Feldmäuse auch von Samen, Körnern, Zwiebeln im Boden auch verholzten Pflanzen.
- Vorbeugung: Um die Feldmaus für Greifvögel und Katzen besser sichtbar zu machen, sollten Grünflächen durch wiederholtes Mähen kurz gehalten werden. Es können auch stark riechende Blätter oder Jauche in die Gänge eingebracht werden.
- Bekämpfung: In aktive Mausgänge Giftköder legen oder Fangfallen einbringen.
- Nützlinge: Greifvögel, Eulen, Katzen
- Feuerbrand
- Feuerbrand: Eine Pflanzenkrankheit die durch Bakterien verursacht wird.
- Schadbild: Diese gefürchtete Bakterienkrankheit aus den USA wurde in Europa erstmals 1957 festgestellt. Sie hat sich seuchenartig in Nordeuropa ausgebreitet und trat 1989 erstmals in der Schweiz auf. Befallen werden vorwiegend Kernobstarten und Ziersträucher aus der Familie der Rosaceae. Ein befallener Baum oder Strauch zeigt zuerst typische Welkerscheinungen, innerhalb einer Vegetationsperiode kann eine Infektion zum Absterben führen. Die Krankheit gilt in Fachkreisen als Extrem gefährlich, so mussten bereits große Obstplantagen gefällt und verbrannt werden. Befallene Zweige biegen sich U-förmig nach unten, die Zweige verfärben sich braun-schwarz, die welkenden Blätter werden aber nicht abgestoßen. Die Rinde wird rissig, daraus wird bei günstiger Witterung Bakterienschleim ausgestoßen.
- Ursache: Das Bakterium vermehrt sich besonders bei feuchtwarmer Witterung sehr rasch. Es überwintert im befallenen Rindengewebe an Ästen und am Stamm. Die Bakterien werden in Form von milchig-weißen Schleimtropfen ausgeschieden, die sich später rotbraun verfärben. Die Verbreitung geschieht von hier aus durch Wind, Regen, Insekten, Vögel und durch Schnittwerkzeuge auf andere Wirtspflanzen. Die Infektion geschieht über Blüten und noch weiche Triebteile. Von hier wandert das Bakterium in die Äste, in Stamm und Wurzeln, worauf die Pflanze rasch abstirbt.
- Vorbeugung: Stete intensive Kontrolle der gefährdeten Obstbaum- und Zierstraucharten. Bei Befallsverdacht und Erstauftreten muss die zuständige Pflanzenschutzdienstelle informieren werden! Als Vorbeugemaßnahme sollte auch bei Schnittarbeiten die Schnittwerkzeuge mit Alkohol 70% desinfiziert werden.
- Bekämpfung: Befallene Zweige und Äste bis tief ins gesunde Holz ausschneiden und verbrennen. Eine direkte chemische Bekämpfung ist nicht möglich.
- Wirtspflanzen: Aus dem großen Familienverband der Rosaceae sind vor allem alle Kernobstarten (Apfel, Birne, Quitten) und die Zierstrauchgattungen und Arten von Cotoneaster salicifolius, C. bullatus, C. watereri. C. franchetii und Crataegus mit Vorliebe befallen. Diese werden als hochanfällig bezeichnet. Als mittelanfällig (mit abnehmender Anfälligkeit) gelten Stranvaesia, Sorbus aria, Cotoneaster dammeri, Pyracantha, Sorbus aucuparia und Chaenomeles
- Fremdbestäubung
- Fremdbestäubung: Die Pollen gelange auf die Narbe einer anderen Pflanze - Bestäubt kann von Wind, Insekten oder Vögeln werden
- Frucht
- Frucht: Die Frucht umschließt und schützt die Samen und entwickelt sich gleichzeitig mit der Ausbildung des Samens. Sie sorgt für die Verbreitung des Samen
Scheinfrüchte: Man spricht von Scheinfrüchten, wenn an der Fruchtbildung außer dem Fruchtknoten noch andere Pflanzenteile beteiligt sind.
- Fruchtfolge
- Fruchtfolge: Im Gegensatz zur Monokultur. Jedes Jahr wird auf dem gleichen Grundstück eine andere Pflanzenart angebaut, wirkt gegen Bodenmüdigkeit.
- Fruchtknoten
- Fruchtknoten: wird aus einem oder mehreren Fruchtblättern gebildet. Diese enthalten die Samenanlagen
- Fungizide
- Fungizide: Pflanzenschutzmittel, mit denen Pilze abgetötet werden können.
- Gallen
- Gallen: Sind Wucherung an Pflanzenteilen, die durch Ausscheidungen von Schädlingen, Pilzen oder Bakterien ausgelöst werden – blasenartige Ausstülpungen, in denen zum Teil Läuse Larven leben.
- Gameten
- Gameten: Geschlechtzellen
- Gesetz vom Minimum
- Gesetz vom Minimum: Der Ertrag ist von demjenigen Nährstoff begrenzt, der in geringster Menge zur Verfügung steht.
- Gesetz von abnehmenden Ertragszuwachs
- Gesetz von abnehmenden Ertragszuwachs: Bei gleichmäßig steigendem Düngeraufwand werden Ertrag und Qualität immer geringer. Ab einem bestimmten Punkt (je Art) nehmen Ertrag und Qualität ab.
- Gesunde Pflanzen
- Gesunde Pflanzen, Voraussetzung
2.1. Kulturführung
- Gesundheit der Pflanzen hängt von verschiedenen Faktoren ab
- Kultivateur hat am wenigsten Probleme, wenn er der jeweiligen Pflanze die optimalen Bedingungen schafft
+ 2.1.1 Das Licht
- Zuviel Licht
- Kritisch ist besonders der Übergang vom Winter in den Frühling, wo es aufgrund der höheren Sonneneinstrahlung leicht zu Verbrennungen kommt
- Grund: Epidermis ist zu schwach ausgebildet, Kutikula fehlt
- Zuwenig Licht
- Im Winter Lichtmangel: die Assimilationsleistung ist gering, darum wird das Wachstum reduziert
- Bei hohen Temperaturen bilden sich lange Internoden - die Pflanze vergeilt
+ 2.1.2 Die Wärme
- Die Wärmeansprüche der Pflanze sollten gemäß ihrer Herkunft erfüllt werden
- Zu warm
- Geiler Wuchs, lange Internoden, blasse kleine Blüten
- Fördert Schädlinge: Thripsen, Spinnmilben, Weiße Fliege, Zikaden
- Zu kühl
- bei tiefen Temperaturen steigt die Luftfeuchtigkeit: es bilden sich Fäulnisherde
+ 2.1.3 Die Luft
- CO2 wird zur Assimilation benötigt
- O2 wird zur Atmung und Energiegewinnung gebraucht
- Stagnierende Luft
- Wenn zu wenig gelüftet wird entsteht eine hohe Luftfeuchtigkeit: führt leicht zu Pilzbefall
- Abhilfe: mehr Luft Bewegung durch Ventilation
- CO2 Mangel
- Im Winter kann es bei stark abgedichteten Häusern an sonnigen Tagen zu CO2 Mangel kommen
- Kurz lüften
- Rindenschnitzel unter den Tischen: durch Abbauprozess entsteht CO2
- Zu trockene Luft:
- Fördert die Anfälligkeit für Thripsen, Spinnmilben, Weiße Fliege, Zikaden
Wege und weniger empfindliche Pflanzen sollten bei warmer Witterung befeuchtet werden
+ 2.1.4 Das Wasser
- Zu nass:
- Wasser verdrängt die Luft in den Poren des Substrates
- Kann zu Wurzelschäden –Fäulnis führen
- Verändern des Gießverhaltens, grobporige Substrate verwenden
- Zu trocken
- Bei Trockenheit im Erdballen kann es zu Wachstumsstörungen kommen
- Spaltöffnungen schließen sich, Pflanze verdunstet kein Wasser mehr, es kommt zur Überhitzung und Eintrocknung
- Sauberes Gießwasser benutzen
- Wenn Wassertropfen auf die Blätter gelangen, können durch Prisma Wirkung die Chlorophyllkörperchen der Epidermis und das Palisadengewebe zerstört werden
+ 2.1.5. Die Nährstoffe
- 1. Schwachzehrer, 2. Mäßigzehrer, 3. Starkzehrer
- Es muss immer die angepasste Düngermenge verabreicht werden die den Bedürfnissen der Pflanze entspricht
- Jungpflanzen und Sämlinge brauchen etwa 50 % weniger Nährstoffe
- Zu hohe Nährstoffe
- Wurzelwachstum wird gehemmt
- Bei Trockenheit – Salzschäden
- Zu geringe Nährstoffe
- Blätter haben eine fahl grüne Farbe und sind kleiner
- Wurzeln außerordentlich zahlreich
- Pflanzen werden leicht von Blattläusen, Schildläusen und Spinnmilben befallen
- Nährstoffmenge muss dem Wechsel der Jahreszeit angepasst werden
- Gesetz vom Minimum: Das Wachstum der Pflanze richtet sich nach demjenigen Nährstoff oder Wachstumsfaktor, der im Verhältnis zum Bedarf in geringster Menge Vorhanden ist
- N-betonte Dünger fördern vegetative Blatt- und Triebwachstum, macht anfällig für Pilzkrankheiten
- K-betonte Dünger fördern Widerstandskraft gegen Pilzkrankheiten
- P-Mangel bewirkt schlechten Blütenansatz, schlechte Ausbildung von Früchten und Samen
+ 2.1.7. Der pH-Wert
- Ein den Bedürfnissen der Pflanze angepasster pH-Wert ist Voraussetzung für eine optimale Kulturführung
- Tiefer pH-Wert (4 – 4,5) wird durch Verwendung von Hochmoortorf erreicht
Schwach saurer bis neutraler pH-Wert (6 bis7) wird durch erhöhte Landerde Zugabe erreicht
- Bei falschen pH-Wert werden verschiedene Nährstoffe im Boden blockiert
+ 2.1.8 Spritzen
- Spritzlösung mit sehr feinen Düsen und mäßigem Druck auf das Blattwerk bringen
Wirkung ist am größten, wenn die Lösung relativ langsam antrocknet: spät abends oder früh morgens bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit
+ 2.1.9 Unkrautbekämpfung
- Unkraut hat auf das gesunde qualitativ bestmögliche Wachstum negative Auswirkungen
- Unkraut entzieht Wasser und Nährstoffe, nehmen Licht weg, übertragen Krankheiten
- Vorher Substrate oder Kulturfläche mit Dampf oder chemisch desinfizieren
- Gießen im Pflanzenschutz
- Gießen im Pflanzenschutz
kommt meistens nur in kleinem Umfang in Frage
- Nachteile: großer Wassertransport, hoher Arbeitsaufwand
- Angewendet gegen Bodenpilze -schädlinge
- Gift
- Gift: Schadstoffe, Toxika. Anorganische, organische oder künstlich hergestellte Stoffe, die schon in geringen Mengen Menschen, Tiere und Umwelt schädigen können.
- Griffel
- Griffel: befindet sich zwischen Fruchtknoten und Narbe. Er ist den Bestäubungsverhältnissen angepasst.
- Haploid
- Haploid: Zellen mit einfachem Chromosomensatz
- Herbizide
- Herbizide: Pflanzenschutzmittel mit denen Unkräuter (Kulturbegleitgrün) bekämpft werden. Es wird zwischen totalen und selektiven Herbiziden unterschieden.
- Hochblätter
- Hochblätter: befinden sich unterhalb der Blüte mit zum Teil speziellen Aufgaben Fotosynthese läuft hauptsächlich im Palisadengewebe ab
- Honigtaubildung
- Honigtaubildung: Beim Befall durch verschiedene Lausarten, scheiden diese zuckerhaltige Tropfen aus. Die Blätter werden klebrig. Darauf siedeln sich Russtaupilze an, meist sichtbar durch einen schwarzen Belag.
- Humifizierung
- Humifizierung: Eine unvollständige Zersetzung (im Gegensatz zur Mineralisierung) der Stoffe eines Bodens. Der Abbau stoppt auf bestimmten zwischen Stufen, so dass die Nährstoffe nicht von den Pflanzen verwendet werden können.
- Humus
- Humus: Alle in und auf dem Boden befindlichen abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Stoffe und deren Umwandlungsprodukte. Er ist aufgrund der Huminstoffe dunkel gefärbt. Humus entsteht durch die Zerkleinerungsprozess (Mineralisierung) der Kleinstlebewesen. Weitere Umsetzung entsteht durch Mikroorganismen (Pilze, Bakterien).
- Hygiene im Gartenbau
- Hygiene im Gartenbau
Hygiene im Gartenbau: - „Maßnahmen, deren Ziel die Gesunderhaltung unserer Kulturen durch Ausschaltung und Beseitigung aller Schädigungsmöglichkeiten ist“
- Es wird unterschieden zwischen: präventiv (vorbeugend) und kurativen (heilenden) Maßnahmen
- Risiko und Krankheitsüberträger auf ein Minimum verringern, indem Infektionsquellen erkannt und ausgeschaltet werden
- Chemische Desinfektion: mit „Basamid“ (ein Granulat), wirkt gegen Pilze, Bodenschädlinge inklusive Nematoden und Unkräuter
- Physikalische Desinfektion: Substrat wird Temperaturen von bis zu 90° ausgesetzt. - Neubesiedelung mit Miroorganismen erfolgt schneller als bei der chemischen Desinfektion
- Imago
- Imago: Ein vollständig entwickeltes Insekt.
- Immunität
- Immunität: Unempfindlichkeit von Pflanzen gegenüber gewissen Schädlingen oder Krankheiten.
- Infektionsdruck
- Infektionsdruck: Schädigende Organismen sind überall vorhanden. Sind wenige vorhanden = niedriger Infektionsdruck
- Inkubationszeit
- Inkubationszeit: Zeitspanne, die ein Krankheitserreger von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit braucht.
- Insektizide
- Insektizide: Pflanzenschutzmittel mit denen Insekten bekämpft werden.
- Integrierter Pflanzenschutz
- Integrierter Pflanzenschutz
Ermitteln wirtschaftliche Schadschwellen - wann sind chemischen Pflanzenschutzmitteln notwendig
Bei geringem Befall ist der Aufwand (Zeit, Material) größer als zu erwartende Schaden
Nicht ausschließlich ökonomisch denken
Grundgedanken: a.Richtige Kulturführung – Kulturansprüche kennen, Standortauswahl b.Biologische Maßnahmen – Nützlingseinsatz, Nützlinge fördern c.Physikalische Maßnahmen – manuelle Bodenbearbeitung und Schädlingsbekämpfung d.Beim Überschreiten der Schadschwellen chemische Maßnahmen – Nützlingsschonende Produkte, gezielte Verwendung
somit keine Belastung des Bodens und des Grundwassers mehr.
Pflanzenschutz wird zur Gewissensfrage
- Integrierter Pflanzenschutz
- Integrierter Pflanzenschutz: Verfahren, dass alle wirtschaftlichen, ökologischen und toxikologischen vertretbaren Methoden im Pflanzenschutz umfasst
- Kapillarität
- Kapillarität: Das Aufsteigen von Wasser in engen Röhren aufgrund von Kohäsion und Adhäsion
- Keimblätter
- Keimblätter: erste Blattbildung des Keimlings
- Keimung
- Die Keimung
Unterscheidung zwischen Epi- und Hypogäischen Keimung
Bei der Epigäischen Keimung werden die Keimblätter aus dem Boden gehoben. Dies geschieht bei Capinus, Fagus, Tilia
Bei der Hypogäischen Keimung verbleiben die Keimblätter im Boden. Bei schwerer Saat: Aesculus, Pfirsich
Breitsaat sollte bei Bedarf verzogen werden, da bei starker Konkurrenz die geschwächten Pflanzen leicht von Krankheiten befallen werden können.
Nun müssen die Sämlinge regelmäßig auf chemischen und mechanischen Wegen gegen Unkraut- und Schädlingsbefall, sowie vor Austrocknung geschützt werden.
- Kelchblätter
- Kelchblätter: bilden den unteren Blattkreis der Blüte
- Kernholz
- Kernholz: Ältere Holzteile im Kern verstopfen durch Einlagerung, dient der Festigung
- Knospe
- Knospe: Vegetationspunkt der von jungen Blättern und Blattanlagen umschlossen ist
Terminal- oder Endknospen: liegen an der Sprossspitze
Seite- oder Achselknospen: sind den Blattachsen angelegt werden Seitentriebe oder Blüten
- Kohäsionskraft
- Kohäsionskraft: Zusammenhalt der Wassermoleküle untereinander.
- Kompatibilität
- Kompatibilität: Chemisch-physikalische Verträglichkeit verschiedener Pflanzenschutzmittel untereinander, bei kombinierter Behandlung.
- Kontaktgift
- Kontaktgift: Wirkt bei der Berührung durch einen Schädling
- Krümelstruktur
- Krümelstruktur: Die Bestandteile des Bodens werden durch Bakterienkolonien, Algen und Pilzfäden zu lockeren Krümeln verkettet (Lebendverbauung). Durch eine guten Krümelstruktur wird das Porenvolumen vergrößert, es herrscht ein guter Lufthaushalt, eine gute Wasserführung und die Belebung nimmt zu.
- Kressetest
- Kressetest: Nach einer chemischen Bodenbehandlung werden Kressesamen ausgesät, um eventuelle Rückstände festzustellen.
- Kron- oder Blütenblatter
- Kron- oder Blütenblatter: höher gelegener Blattkreis, gefärbt um Insekten anzulocken - Staubblätter befinden sich innerhalb des Blütenblattkreises. Sie setzen sich aus dem Staubfaden und den Staubbeuteln zusammen.
- Kulturfehler
- Kulturfehler
- Falsche Anwendung von Wachstumsregulatoren
- Unsachgemäße Dosierung von Pflanzenschutzmitteln
- Witterungsbedingte Einflüsse: Hagel, Sturm, Frost, starker Schneefall
- Kultursubstrate
- Kultursubstrate (Industrieerden/Einheitserden): besteht meist aus 30% Ton und 70 % Torf
- Larve
- Larve: Erstes Stadium im Lebenszyklus von Insekten.
- Larvizide
- Larvizide: Pflanzenschutzmittel die gegen Larven wirken.
- Latenter Befall
- Latenter Befall: Obwohl sich bisher keine Schadbild zeigt, ist die Pflanze durch Pilze, Bakterien oder Viren bereits befallen.
- Laubblätter
- Laubblätter: sind ihren vielfältige Aufgaben angepasst. Hauptaufgabe: Bildung von organischer Verbindung (Assimilate) durch Fotosynthese
- Leichter Boden
- Leichter Boden: Enthält besonders viel Sand
- Lentizellen
- Lentizellen: Öffnungen im Abschlussgewebe, lockere Korkzellen, zum Gasaustausch
Sekundäres Dickenwachstum
Kambium bildet zu beiden Seiten neue Zellen:
- Nach außen zum Phloem wenige Phloemzellen, deswegen entsteht hier eine dünnere Schicht. Genau soviel wie neu gebildet wird sterben außen ab (es entsteht Borke), die Phloemschicht bleibt gleich dick.
- Nach innen werden viele neue Xylemzellen gebildet, so dass durch die große Anzahl und dem ausgefülltem Raum der Kambiumring immer weiter nach Außen gedrückt wird: der Stamm wird Dicker. Dabei entstehen nach innen durch das Xylem die Jahresringe: Im Frühjahr/Sommer bildet das Kambium durch viel Wachstum große Leitungsbahnen (es entsteht ein heller Ring). Im Herbst/Winter entsteht bei geringerem Wachstum ein dunkler Ring.
Das sekundäre Dickenwachstum findet nur bei zweikeimigen Pflanzen statt – sichtbar durch die Jahresringe. Bei einkeimigen sind die Leitungsbahnen zerstreut im Holz (verstreut porig) deshalb gibt es gier kein sekundäres Dickenwachstum.
- Luxuskonsum
- Luxuskonsum: Pflanzen konsumieren ohne zu reagieren/wachsen.
- Marienkäfer
- Marienkäfer: Ein Nützling im Integriertenpflanzenschutz. Es gibt verschieden gefärbte Arten, die zwischen 3 bis 8 mm groß sind. Sie legen ihre Eier in Häufchen von 10 bis 20 Stück auf die Blattunterseite verschiedener Pflanzenarten ab. Die Larven sind grau-blau gefärbt und haben gelbe Punkte. Durch intensiven Fraß von Blattläusen (500 bis 1000 pro Larve) wachsen sie sehr schnell heran und werden in dieser Zeit zwischen 1,5 und 8 mm lang. Auch die Marienkäfer fressen munter weiter und können während eines Lebensalters inklusive Larvenstadium bis zu 3000 Blattläuse verzehren! Sie überwintern als Käfer (Adulte) an geschützten Stellen und sind im Frühjahr die ersten, die in der freien Natur Gräser und Sträucher nach Blattläusen absuchen und hier ihre Eier ablegen.
- Mehltau, Echter
- Mehltau, Echter
- Schadbild: Auf den Blättern, Stängeln, Stacheln und zum teil auch auf den Blütenblättern und Früchten weißer, mehlartiger Belag, der sich flächenartig ausbreitet. Bei starkem Befall kann auch die Blattunterseite befallen sein. Die Folge sind Wachstumsstörungen und Verkümmerungen der befallenen Teile, die im Extramfall auch absterben können.
- Ursache: Das weiße Pilzmyzel verbreitet sich netzartig über die Pflanze. Mit Saugfortsätzen werden die Oberhauptzellen angezapft, wodurch die Pflanze Nährstoffverlust erleidet. Der Echte Mehltau ist ein Außenpilz, er dringt also nicht in tiefere Gewebeschichten ein.
- Vorbeugung: Es sollte auf eine gleichmäßige Temperatur und ein gute Kleinklima um die Pflanze geachtet werden. Durch eine Kalium betonte Düngung härten die Zellen der Blätter besser aus und werden nicht so leicht angegriffen. Die Pflanzen sollten nicht zu dicht stehen, in Beeten sollte deshalb ein fachgerechter Verjüngungsschnitt durchgeführt werden.
- Bekämpfung: Gründliches und wiederholtes Spritzen
- Wirtspflanzen: Rosen, Begonien, Chrysanthemen, Hortensien, Erica, Ahorn, Reben, Erdbeeren, Gurken
- Mehltau, Falscher
- Mehltau, Falscher
- Schadbild: Im Gegensatz zum Echten Mehltau, wird immer nur die Blattunterseite mit einem weißgrauen bis mausgrauen Schimmelrasen in kompakten Flächen befallen. Auf der Blattoberseite zeigen sich zuerst gelbliche Flecken, später eine Verfärbung je nach Pflanzenart in orangerote bis purpurroten Farbtönen.
- Ursache: Als Innenpilz, dringen keimende Sporen durch die Spaltöffnungen ins Schwammgewebe der Blätter, wo sie sich stark ausbreiten und bäumchenartige Sporenträger bilden. Die Überwinterung erfolgt in Form von dickwandigen Dauersporen.
- Vorbeugung: Die Pflanzen sollten nicht zu dicht stehen, da nicht abtrocknendes Wasser und ein zu warmes Kleinklima die Ausbreitung fördern. Bei Bedarf sollte ein fachgerechter Verjüngungsschnitt durchgeführt werden. Durch eine Kalium betonte Düngung, härten die Zellen der Blätter besser aus und werden nicht so leicht angegriffen.
- Bekämpfung: Gründliches und wiederholtes Spritzen auf die Blattunterseite
Wirtspflanzen: Stiefmütterchen, Rosen, Salat, Kohlarten, Erbsen, Spinat, Tabak, Reben
- Metaphase
- Metaphase: Sammeln sich in der Äquatorialebene
- Mineralisierung
- Mineralisierung: Ist eine vollständige Umsetzung der Stoffe im Boden d.h. die organische Substanz wird komplett abgebaut, dabei werden unter anderem Nährstoffe freigesetzt (als Ionen). Die Intensität dieser Umwandlung ist abhängig von bestimmten Faktoren wie: Wärme, Feuchtigkeit, Nährstoffversorgung und Luft.
- Mitose
- Mitose: Der Vorgang, bei dem neue Körperzellen gebildet werden.
Ein stetig ablaufender Prozess, Erbinformationen werden auf Tochterzellen verteilt
Vier Phasen der Mitose: Prophase, Metaphase, Anaphase, Telophase
- Mittelschwerer Boden
- Mittelschwerer Boden: Enthält besonders viel Schluff und Lehm
- Monilia
- Monilia
- Schadbild: Befallene Früchte von Kern- und Steinobst zeigen kleine Flecken oder Faulstellen, die schnell um sich greifen. Bei zunehmender Ausbreitung bilden sich ringförmig angeordnete, graubraune Pilzkörper auf den Faulstellen der Früchte. Bei starkem Befall zeigt sich oft eine Spitzendürre der Zweige.
- Ursache: Im folgenden Frühjahr verbreitet der Pilz sich weiter durch hängen gebliebene Früchte an den Bäumen, wo reichlich Sporen ausgeschleudert werden. Die Sporen überwintern auch in der Rinden und den Knospenschuppen. Ein Insektenbefall fördert den Moniliabefall. Die Sporen können auch durch den Wind auf andere Blüten übertragen werden.
- Vorbeugung: Befallene Triebe schon im Sommer herausschneiden. Im Herbst nach der Fruchternte alle verbleibenden, faulenden Früchte entfernen und vernichten. Blattläuse frühzeitig bekämpfen. Dürre Zweige ausschneiden.
- Bekämpfung:
- Wirtspflanzen: Äpfel, Birnen, Quitten, Zwetschgen, Pflaumen, Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche. Zierprunus, Forsythia
- Monokultur
- Monokultur: Alleiniger Anbau der gleichen Pflanzenart, auf demselben Areal über längere Zeiträume. Führt zu Bodenmüdigkeit und zum vermehrten Auftreten von Krankheiten und Schädlingen.
- Mykose
- Mykose: Pilzkrankheit
- Nachbarbestäubung
- Nachbarbestäubung: Die Pollen einer Pflanze gelangen auf die Narbe einer Blüte der gleiche Pflanze
- Narbe
- Narbe: der obere Teil des Stempels. Scheidet eine Flüssigkeit aus an der der Pollen klebt
- Nährhumus
- Nährhumus: Eine sehr schnell zersetzbare organische Masse. Sie ist sehr Nährstoffreich und sehr belebt und locker.
- Nährstoffdynamik
- Nährstoffdynamik: Alle Vorgänge die mit der Nährstoffauswaschung, Nährstoffaufnahme und Nährstoffverfügbarkeit im Boden zusammenhängen.
- Nährstoffe
- Nährstoffe: Für ein gesundes Pflanzen Wachstum sind 15 verschiedene Nährstoffe notwendig, sonst treten Mangelerscheinungen auf.
- Nützlinge
- Nützlinge
Es wird unterschieden zwischen:
- Räubern, die ihre Opfer auffressen – meist auf mehrer Schädlinge spezialisiert
- Parasiten, die ihre Eier einzeln in Larven oder Adulte ablege, wo die ausschlüpfen Larven den Schädling von innen her vertilgen – diese sind meist auf nur eine Art spezialisiert
+ Voraussetzungen für den Erfolgreichen Einsatz:
- optimale Betriebsführung
- Unkrautfreie Bestände
- Einsatz der Nützlinge so früh wie möglich
- Jungpflanzen sollten möglichst frei von Pflanzenschutzmitteln sein
- Beachten der Klimabedürfnisse der Nützlinge
- Nützlinge
- Nützlinge: Freilebende Tiere, die dem Menschen oder Pflanzen auf irgendeine Weise nützlich sind.
- Nebeln
- Nebeln (Pflanzenschutz)
- Schnelle und einfache Ausbringmethode
- Geringe Verbrennungsgefahr
- Heißnebel: Nebel bleibt länger im Raum = gute Verteilung
- Kaltnebel: Es können einzelne Kulturen im Haus besprüht werden
- Nekrose
- Nekrose: Abgestorbenes Gewebe an einer Pflanze
- Nektarien
- Nektarien: befinden sich innerhalb des Staubblattkreise. Geben zuckrige Lösung und Duftstoffe ab
- Nematoden / Freilebende Wurzelälchen
- Nematoden / Freilebende Wurzelälchen
- Schadbild: Gegenüber gesunder Pflanzenbestände, treten eine starke Wachstumshemmung und zum Teil Wurzelmissbildungen auf. Oft tritt ein großer flächenbezogener Befall auf. Die Wurzeln zeigen braune Verfärbungen, die später in Fäulnis übergehen können.
- Ursache: Diese so genannten „wandernden“ Nematoden saugen die Wurzeln von außen her an oder dringen in sie hinein ohne nachfolgende Gallenbildung. Sie wechseln ihren Platz und können großflächig auftreten.
- Vorbeugung: Tagetes als Vor- und Zwischenkultur zeigt große Schutzwirkung. Unbedingt Fruchtwechsel einhalten.
- Bekämpfung: Direkte Bekämpfung nur im Anfangsstadium wirkungsvoll.
Wirtspflanzen: Primeln, Rhododendron, Rosenkulturen, Veilchen, Lauch, Zwiebeln.
- Niederblätter
- Niederblätter: unvollkommen entwickelte Blätter unterhalb der Laubblattregion
- Ortstein
- Ortstein: Eine undurchlässige, tiefe Schicht, entsteht durch Verlagerung und Auswaschung
- Osmose
- Osmose: Konzentrationsausgleich zweier verschieden konzentrierter Lösungen durch eine halbdurchlässige Membran (semipermeable Membran).
- Ovizid
- Ovizid: Pflanzenschutzmittel zum bekämpfen der Eier von Schädlingen.
- Parasit
- Parasit: Schmarotzer, der auf Kosten von Pflanzen, Tieren oder Menschen lebt (Bakterien, Pilze und auch Schädlinge). Zum Teil auch Pflanzen, die auf anderen Pflanzen leben.
- Pathogen
- Pathogen: Krankheitserreger
- Persistenz
- Persistenz: Beständigkeit eines Pflanzenschutzmittels.
- Pflanzenschutz
- Pflanzenschutz
Schutz der Kulturpflanze vor Schädlingen, Krankheiten und Unkräutern.
- Verhindern von Ertragsausfällen
- chemische Präparate sind Preisgünstiger und haben relativ kleinen Arbeitsaufwand gegenüber mechanischer Maßnahmen
- Nachteile von Pflanzenschutzmittelseinsatzes: Rückstandsprobleme, Belastung der Umwelt, wirkt sich auf Pflanzen, Tier und Menschen aus
- Stört den natürlichen Kreislauf
- Um diesen Kreislauf zu durchbrechen: die Anfälligkeit von Schädlingen und Krankheiten müssen minimiert werden --- Hygiene, Meristemvermehrung, verhindern von Infektionen
- Pflanzenschutzgesetz
- Das Pflanzenschutzgesetz
- Pflanzenschutzgesetz regelt den Schutz der Kulturpflanzen vor Schadorganismen und Beeinträchtigungen.
- soll Gefahren abwenden, die durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln oder Pflanzenschutzmaßnahmen für die Gesundheit von Menschen und Tieren sowie für den Naturhaushalt entstehen können.
- Pflanzenschutzmittel dürfen nur in zugelassenen Anwendungsbereichen (Indikatoren) angewendet werden
- Neue Zulassungen bzw. Zulassungserweiterungen von Pflanzenschutzmitteln aus anderen Indikationsbereichen für Baumschulen sind nicht zu erwarten
- Nach §18a und §18b des Pflanzenschutzgesetzes besteht die Möglichkeit Genehmigungen zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln aus anderen Indikationsbereichen zu beantragen
- Pflanzenschutzmittel nur anwenden, wenn es notwendig ist (Integrierter Pflanzenschutz)
- Anwender muss eine ausreichende Ausbildung haben
- Zum Gesetz gehören auch Maßnahmen zum Schutz des Anwenders
- Pflanzenschutzmittel dürfen in der BRD nur vertrieben, angeboten, verkauft, abgegeben werden, wenn sie von der Biologischen Bundesanstalt zugelassen wurden
Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln nur auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen erlaubt.
- Die Aufbrauchfrist ist nicht mehr unbegrenzt
- Das Chemikaliengesetz soll Gefahr von Krankheiten und Unfällen durch chemische Stoffe im Privatleben und am Arbeitsplatz, aber auch die Schädigung der Umwelt so weit wie möglich beseitigen/eindämmen.
- Verordnung regelt Umgang mit gefährlichen Stoffen und Zubereitung. Bestimmungen vom Verkauf, Lagerung und der Beseitigung von Gefahrstoffen
Pflanzenschutzmittel müssen in verschlossenen, belüfteten Schränken oder Räumen gelagert werden.
- Jugendliche unter 18 dürfen nur mit Spritzmitteln umgehen wenn, sie keinen Haut Kontakt haben, dies der Ausbildung dient, sie mindestens 16 Jahre alt sind, eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorliegt
- Jugendliche müssen 12 Wochen vor dieser Beschäftigung vom Arzt untersucht worden sein
- Alle Arbeitnehmer brauchen Ärztliche Bestätigung
- Akute Vergiftung: Einmalige Aufnahme eines Wirkstoffes
- Subakute Vergiftung: Wiederholte Aufnahme giftiger Stoffe über einen begrenzten Zeitraum
- Chronische Vergiftung: Wiederholte Aufnahme giftiger Stoffe während eines längeren Zeitraumes
+ Schutz des Anwenders im Pflanzenschutz
a. Atemschutz: In der Anleitung steht ob Halb- oder Vollmaske getragen werden muss (Maske vor Gebrauch überprüfen)
b. Augenschutz: Schutzbrille oder Vollmaske
c. Fußschutz: z.B. Gummistiefel, soll schützen vor Staub, chemische Flüssigkeiten, giftige Gase
d. Handschutz: brauch eine entsprechende Kennzeichnung gemäß der vorgeschriebenen Richtlinien
e. Kopfschutz: Kopfbedeckung aus Stoff (Kapuze), Kopfhaube mit Gesichtsschutz
f. Körperschutz: Schutzanzüge (Material sollte atmungsaktiv sein, beständig gegen Witterung und chemische Stoffe
- pH-Wert
- pH-Wert (potentia Hydrogenii): Gibt den Gehalt an Wasserstoffionen oder Säuregrad des Bodens an. 4 zeigt einen sehr sauren Boden, 7 einen neutralen, über 7 einen alkalischen (kalkhaltigen) Boden.
- Photosynthese
- Photosynthese: Nährstoffaufnahme (Assimilation von CO2). Eine biochemische Reaktion, durch die Pflanzen energiereiche, organische Verbindungen gewinnen können. Pflanzen sind die einzigen Lebewesen die sich restlos von anorganischen Stoffen ernähren können.
Um Photosynthese betreiben zu können, sind folgende Vorraussetzungen notwendig:
1.Blattgrün (Chlorophyll) als chemische Fabrik – nur grüne Pflanzen assimilieren. Pilze z.B. nicht
2.Licht, Sonnenenergie als Antriebsmotor
3.Wärme
4.Wasser (H2O) aus dem Boden oder übers Blatt
5.Kohlendioxyd (CO2) aus der Luft
Ablauf der Assimilation
Kohlendioxyd + Wasser + Licht und Wärme + Blattgrün = Traubenzucker + Sauerstoff
6 CO2 + 6 H2O + 674 Kcal = C6 H12 O6 + 6 O2
- Physikalische Verwitterung
- Physikalische Verwitterung: Verwitterung durch Druckabnahme (abtragen überlagernder Gesteinsmassen), Temperatursprengung (aufeinanderfolgende Erwärmung und Abkühlung), Frostsprengung (Wasser erhöht sein Volumen beim gefrieren um 10 %), Salzsprengung (Salz bleibt aus verdunstendem Wasser zurück, dieses nimmt größeres Volumen an), Pflanzen.
- Pilze allgemein
- Pilze allgemein
- die meisten Pilze bilden Zellfäden die als feste Form gebildet erscheinen z.B. der Fruchtkörper, Hutpilz
- Pilze können ihren Kohlenstoffbedarf nicht durch Fotosynthese decken
- Viele ernähren sich von Abgestorbenen Pflanzenteilen (Holz, Laub)
- Andere parasitisieren lebende Substanz
Oder leben in Symbiose mit höheren Pflanzen (Mykorrhiza)
- Plasmalemma
- Plasmalemma: Eine Membran an der Wurzel von Pflanzen die verhindert, dass Stoffe aus der Wurzel durch Diffusion in den Boden gelangen. Es ist eine halbdurchlässige Membran (semipermeable Membran) durch welche Wassermoleküle hindurch kommen, gelöste Stoffe aber nicht.
- Pollen
- Pollen: entwickeln sich in den Staubbeuteln
- Porenvolumen
- Porenvolumen: Zwischenraum zwischen den Teilchen im Boden.
- Prophase
- Prophase: Vor der Teilung
- Prophylaktische Wirkung
- Prophylaktische Wirkung: Vorbeugende Wirkung / Präventive Wirkung
- Puppe
- Puppe: Ruhestadium von Insekten vor dem Ausschlüpfen
- Raubmilbe
- Raubmilbe (Phytoseiulum persimilis): Ein Nützling im Integriertenpflanzenschutz. Es gibt neben den schädlichen Milbenarten (Spinnenmilben, Pockenmilben, Weichhautmilben, Kräuselmilben, Gallenmilben) in der Natur auch Raubmilben die darauf spezialisiert sind, bestimmte Arten ihrer schädlichen Artgenossen aufzufressen. Die Raubmilbe wird heutzutage in großer Zahl vermehrt und besonders für den Einsatz in Gewächshäusern eingesetzt. Bei zum Beispiel einem Spinnenmilbenbefall von Gurkenkulturen, können sich die Raubmilben so gut ernähren und so vermehren, dass sie in kurzer Zeit ein biologisches Gleichgewicht wieder herstellen und der Schaden sich in niedrigen Grenzen hält.
- Raupe
- Raupe: Larve der Schmetterlinge.
- Räuchern im Pflanzenschutz
- Räuchern (im Pflanzenschutz)
- geringer Aufwand
- meist am Abend
- nur in geschlossenen Räumen
- Resistenz
- Resistenz: Unempfindlichkeit einer Population oder eines Organismus gegenüber einem bestimmten Einfluss.
- Resistenzen im gärtnerischen Pflanzenschutz
- Resistenzen im gärtnerischen Pflanzenschutz
- Resistenz: Fähigkeit, von Individuen bzw. Organismen, ungünstigen Einflüssen zu widerstehen
- Widerstandsfähigkeit: von Pflanzen gegenüber negativen Einflüssen wie Kälte, Wärme zuviel oder zuwenig Licht, Schädlinge und Krankheiten
- Die Möglichkeit sich gewissen Wirkstoffen (Konzentrationen, Mengen) bzw. - Behandlungsverfahren anzupassen
- Zwangslage, gewisse Sorten zu kultivieren, die der Markt verlangt
- Nachlassende Wirkung der Pflanzenschutzmittel
- Rhizopon
- Rhizopon: ein Bewurzlungshormon
- Rindenbrand
- Rindenbrand: - Eine Pflanzenkrankheit die durch Bakterien verursacht wird.
Schadbild: Auf den Blättern bilden sich durchscheinende Flecken, die später zu größeren braunvioletten Nekroseflecken eintrocknen. An der Rinde zeigen sich zuerst runde, etwas eingesunkene braune Flecken mit späteren Anschwellungen. Die Zweig- Astpartien über den Befallstellen sterben in der Folge schlagartig ab.
- Ursache: Die Übertragung dieser Bakterienkrankheit erfolgt während des Sommers über die Spaltöffnungen von Blatt zu Blatt, später auch über Wunden von Rinde. Die Bakterien überwintern in und an der Rinde, von wo sie im nächsten Jahr wieder die Blätter und Äste befallen. Oft bildet sich auch Gummifluss an der Befallstelle.
- Vorbeugung: Damit vorhandene Bakterien an der Oberfläche nicht eindringen können, kann im Herbst während und nach dem Blattabfall und im Frühjahr während des Austriebs vorbeugend mit Kupfermitteln gespritzt werden.
- Bekämpfung: Die Befallsstellen herausschneiden und verbrennen.
- Wirtspflanzen: Steinfrüchte wie Kirschen, Pflaumen, Aprikosen
- Rodentizide
- Rodentizide: Pflanzenschutzmittel, welches gegen Nagetiere eingesetzt wird.
- Rohhumus
- Rohhumus: Eine sehr grobe, kaum zersetzte organische Masse. Es sollte Kalk und Stickstoff zur weiteren Zersetzung dazu gegeben werden.
- Rotpustelpilz
- Rotpustelpilz
- Schadbild: Einzelne Äste von Laubgehölzen sterben plötzlich ab. An den Befallsstellen zeigen sich auf der abgestorbenen Rinde zuerst gelblichrote später dunkelrote Pusteln.
- Ursache: Der Pilz infiziert die Pflanze durch Sporen, die durch Wind, Tiere oder Werkzeuge übertragen werden. Das sich bildende Myzel wächst in der gesunden Rinde und tötet sie ab, worauf die Pusteln entstehen.
- Vorbeugung: Vermeiden von extremen Bedingungen wie Trockenheit, Staunnässe, Streusalz, Wurzelschäden, Bodenverdichtungen.
- Bekämpfung: Ausschneiden und verbrennen von einzelnen befallenen Ästen oder Zweigen. Nach Hagelschlag und anderen mechanischen Verletzungen sofort spritzen.
- Wirtspflanzen: Ahorn, Kastanie, Felsenbirne, Hainbuche, Buche, Apfel, Linde, Ulme
- Saatgewinnung
- Saatgewinnung
Aus kontrollierten Mutterpflanzenbeständen
Wichtige Angaben:
EG-Norm
Name der Firma und Anschrift des Herstellers
Betriebsnummer
Art, Sortenbezeichnung und Kategorie des Saatgutes
Vom Betrieb festgesetzte Partienummer
Jahr der Schließung der Packung
Angaben der chemischen Wirkstoffe (Beizung)
Standart- und Zertifiziertes Saatgut: im Handel erhältliches Saatgut von Sorten, die in das Sortenverzeichnis oder in den EG-Sortenkatalog aufgenommen sind und die festgesetzten Anforderungen (Keimfähigkeit, Reinheit, usw.) erfüllen muss.
Zertifiziertes Saatgut wird behördlich kontrolliert und zertifiziert. Es muss besonderen festgelegten Anforderungen genügen.
Manchmal wird Saatgut auch kalibriert, d.h. nach Größen sortiert, was den Vorteil bringt, dass die Sämlinge gleich groß sind und im Gemüsebau zum Beispiel in einem kurzen Zeitraum geerntet werden kann
- Saatlagerung
- Saatlagerung
1.Aufbereitung: erhitzen von Saatgut, Saatklenge und Darre werden freigegeben (Picea, Abies)
Reinigen von Saatgut: Rückstände, Fruchtstände gehen weg. Durch Luftstrom, Schüttelmechanismen, Sieben
Trocken und kühl bei 1-5°C
Unterscheidung zwischen:
Sofortkeimern: Großer Samenfall geringe Keimprozente (Ulmus, Salix caprea, Populus tremula)
Überlieger: Samenfall im Herbst – Keimung im Frühjahr (alle Wildrosen außer: Rosa multiflora)
Überlieger werden stratifiziert
Fleischige Früchte werden in Wasser getaucht oder durch einen groben Häcksler gegeben, damit sich das Fruchtfleisch ablöst. Danach muss man diese bei 10-20 °C trocknen
Steinobstsorten (Kirschen) und Beerensträucher (Berberis und Cotoneaster) müssen anschließend stratifiziert werden.
- Hartschalige Samen werden in Kleeritzmaschinen, einem besseren Zementmischer mit fingernagelgroßen Glasscherben im Verhältnis 4:1 eine ½ Std. lang gewälzt und anschließend herausgesiebt, was die Keimung beschleunigt, da Bodenorganismen eine bessere Angriffsfläche haben
- Schadschwelle
- Schadschwelle: Wirtschaftlicher Grad des Befalls eines Pflanzenbestandes durch Krankheiten oder Schädlingen, ab welchem die Behandlungskosten des Pflanzenschutzes geringer sind als der Wert des möglichen Schadens.
- Schädling
- Schädling: Tierische Schädlinge, die durch Fressen oder Saugen die Pflanzen schädigen.
- Schildläuse
- Schildläuse
- Schadbild: Der Schaden entsteht durch saugen und bei einigen Arten durch ausgeschiedenen klebrigen Honigtau, auf dem sich in Folge schwarze Russtaupilze bilden. Der Hauptbefall befindet sich meist an der Blattunterseite, den Hauptnerven entlang, an den Sprossen jedoch überall.
- Ursache: An grünen und holzigen Pflanzenteilen befinden sich rundliche, schildförmige Höcker mit brauner Oberhaut in unterschiedlichen Größen bis 6 mm. Es gibt verschiedene Schildlausarten, zum Beispiel Deckenschildlaus, Schalen- oder Napfschildlaus, Kommaschildlaus und andere. Sie befallen eine Vielzahl von Zier- und Nutzpflanzen. Die Vermehrung geschieht durch Eier, die unter den festen Schildern ausschlüpfen. Die Jungtiere sind beweglich und verbreiten sich über die ganze Pflanze, die Alttiere sitzen immer am gleichen Ort fest.
- Vorbeugung: Frühzeitige Behandlungen sind wichtig, damit eine starke Vermehrung verhindert wird. Die Bekämpfung sollte mit systematisch wirkenden Insektiziden erfolgen. Einzelpflanzen können mit eine Schwamm abwaschen werden.
- Wirtspflanzen: Farne, Ficus, Efeu, Kakteen, Monstera, Oleander, Rosen Palmen, Buchsbaum, Cotoneaster, Wacholder, Eibe, Pfirsich, Aprikosen, Zwetschgen, Apfel, Birne
- Nützlinge: Verschiedene klein Vögel, Marienkäfer, Schlupfwespen
- Schnecken
- Schnecken
- Schadbild: An Blättern und Blüten treten Rand- oder Lochfraß auf und es sind glänzende Schleimspuren zu sehen.
- Ursache: Nackt- oder kleine Gehäuseschnecken haben meistens eine graue bis braune Farbe. Die Gehäuse sind gelb, grau oder bunt gestreift. Sie überwintern als Eier oder Tiere im Boden. Schnecken sind meist nur nachts aktiv oder bei trüber, feuchter Witterung. Sie sind zwitterig, jedes Tier kann Eier legen und sich zahlreich vermehren.
- Vorbeugung: Lockfallen mit Bier ausbringen. Durch Apfel- oder Kartoffelschalen von gefährdeten Pflanzen ablenken.
- Bekämpfung: Schneckenkorner streuen oder flüssige Mittel ausbringen.
Wirtspflanzen: Hosta, Lilien, viele Gemüse Sorten, Beeren
- Nützlinge: Igel, Blindschleichen sollten gefördert werden. Nematoden (Phasmarhabditis) wirken nur gegen einzelne Arten.
- Schonspritzung
- Schonspritzung: Verwendung von Nützlingsschonenden Insektiziden.
- Schwerer Boden
- Schwerer Boden: Hat einen hohen Ton Anteil.
- Selbstbestäubung
- Selbstbestäubung: Die Pollen der Blüte gelange auf die eigene Narbe
- Selbststerilität
- Selbststerilität: Die Pollen einer Sorte keimt nicht auf der Narbe einer Pflanze der gleichen Sorte
Bei der Befruchtung verschmelzen weibliche und männliche Zellen. Dabei verdoppelt sich der Chromosomensatz.
- Selektive Wirkung
- Selektive Wirkung: Wenn ein Mittel im Pflanzenschutz gegen nur eine bestimmte Gruppe oder eine einzige Art wirkt.
- Spinne
- Spinne: Ein Nützling im Integriertenpflanzenschutz.
Wir unterscheiden Arten, die sich durch ihre kunstvoll gesponnenen Netze bemerkbar machen und solche, die sich auf den Beinen laufend Vorwärtsbewegen und dabei Jagt auf Beutetiere machen. Der Speisezettel ist reichhaltig und umfassend aus dem großen Bereich der Schadinsekten vor allem Fliegen, Mücken, Motten, Wespen, Milben und auch Blattläuse und Weiße Fliegen. Ihre natürlichen Schlupfwinkel sind Sträucher, Bäume, Koniferen, aber auch höhere Stauden, Gräser und Wildblumen. Auffallend sind die trichterförmigen Baldachinnetze an Sträucher, Koniferen sowie auf Wildwiese, während die großen, radförmigen Netze mehr in offenen Flugschneisen der Insekten gebaut werden.
- Spinnmilben
- Spinnmilben
- Schadbild: Die Pflanzen weisen einen fahlen Farbton auf Blättern und Blüten auf. Die Blätter sind obern mit weißgelben Punkten gesprenkelt und bei starkem Befall mit feinem Spinngewebe überzogen, auf dem sich meist rötliche Milben schnell bewegen.
- Ursache: Starke Saugtätigkeit der bis 0,5 mm großen Spinnenmilben, wodurch die Zellen in der Folge austrocknen und später die Blätter abfallen. Die Vermehrung geschieht durch Eier. Die Larven besitzen sechs Beine, die ausgewachsenen Spinnmilben acht. Bei trockener warmer Witterung, breiten sie sich schnell aus, mit einer Generationsfolge von nur 12 bis 20 Tagen.
- Vorbeugung: Im Gewächshaus sollte trockenes, warmes Klima vermieden werden. Im Freien die Pflanzen tagsüber mit Wasser übersprühen, dadurch entsteht durch Verdunstung ein kühles Mikroklima. Wenn gespritzt wurde, sollten die Wirkstoffe gewechselt werden um Resistenzbildung zu vermeiden. Schwefel wirkt hemmend auf die Entwicklung.
- Bekämpfung: Akarizide in kurzen Intervallen besonders auf der Blattunterseite gründlich spritzen.
- Wirtspflanzen: Eibisch, Efeu, Kakteen, Nelken, Palmen, Rosen, Bohnen, Gurken, Apfel, Birne, Pfirsich, Zwetschke
Nützlinge: Eingesetzt werden können zum Beispiel Raubmilben (Phytoseiulus persimilis)
- Splintholz
- Splintholz: helles junges, leitendes Holz
- Sporen
- Sporen: Verbreitungsorgane von Pilzen.
- Spritzen
- Spritzen:
- Wasser wird als Trägerstoff zum Ausbringen verwendet.
- So kann das Behandlungsmittel gut mit allen Pflanzenteilen in Kontakt gebracht werden.
- Nachteil: großer Wassertransport, Abdriftgefahr bei feinen Düsen.
- Es wird als vorbeugende und bekämpfende Maßnahme gespritzt
- Gespritzt wird auf taufeuchte Pflanzenteile am frühen Vormittag oder gegen Abend.
- Spritzbrühe am gleichen Tag ausbringen
- Spritzschäden
- Spritzschäden
- Durch Druck und Hitze
- Schadbild: An den Triebspitzen Verkrüppelung der jungen Blätter bis Triebspitzen, die nach 3 bis 4 Wochen wieder normal weiter wachsen - Ursache: Spritzen bei relativ großer Hitze um die Mittagszeit, womöglich sogar bei Trockenheit und Welken der Pflanzen.
Auch zu starker Druck kann gleiche oder ähnliche Folgeerscheinungen zeigen
Vorbeugung: Nie bei großer Wärme (über 25 bis 28 °C) spritzen
eine Überdosis an Netzmitteln kann Ätzungen verursachen.
Zu behandelnde Pflanzen dürfen nie welken.
Spritzschäden durch langes Haften bleiben
- Schadbild: An der Basis der Blätter, wo die Hauptnerven zusammenlaufen, weiße Verkorkungen insbesondere auf den Blattnerven, dazwischen weiße Punkte bis braune Flecken
- Ursache: Das Schadbild tritt insbesondere dann auf, wenn die Spritzbrühe nicht rasch abtrocknet, sondern während mehrer Stunden auf den Blättern in den trichterförmigen Vertiefungen der Blattbasis zusammenläuft
Vorbeugung: Grundsätzlich ist bei jeder Spritzarbeit darauf zu achten, dass die Spritzlösung mögliches bald abtrocknet.
- Das heißt nicht, dass bei Hitze gespritzt werden soll, jedoch bei angemessenen Bedingungen. Nie in der Nacht spritzen, wo die Luftfeuchtigkeit an sich schon sehr hoch ist
Luftumwälzung fördert das rasche Abtrocknen der Pflanzen
- Spritzschäden
- Spritzschäden: Schadbilder, die nicht durch das Behandlungsmittel selbst, sondern durch unsachgemäße Behandlung verursacht wurden.
- Steckholzvermehrung
- Schnitt und Behandlungsmethoden bei der Steckholzvermehrung
Steckholz Sth = 1 jähriges, gut ausgereiftes verholztes Triebholz, geschnitten im Winter
1.Schnitt auf Länge: mit Bandsäge oder Schere, bei leicht Wurzelnden Sth oder Sth mit kurzen Internodien z.B. Salix oder Populus Länge 2-5 Knoten 15 – 20 cm Scherenlänge
Schnitt auf Auge: mit Schere oder Messe, bei schwer wurzenden Sth oder Sth mit langen Internodien z.B. Forsythien, Cornus. Bei Scherenschnitt evtl. Nachschnitt mit Messer bei Platanus
Behandlungsmethoden
1.Sth mit dem unteren Ende in Wuchsstoffe tauchen, dadurch wird Wurzelbildung erhöht
oberes Ende des Sth in Wachs tauchen (z.B. Rebwachs) als Verschluss bei hohlmarkigen Gehölzen (Deuzia), Schutz vor Feuchtigkeit und Fäulnis + Eintrocknen, sowie zur Kennzeichnung der Oberseite des Sth, damit es richtig herum gesteckt wird
Lagerung in Plastiktüten und Kühlhaus (knapp über + 0 °C) Lagern bis Frühjahr
Stückzahl usw. aufs Etiket schreiben
Stecken nach Frost (März) in Freilandboden der locker, luftig, dränfähig (=Wärme), sandig, nicht zu Nährstoffreich, ca. 30 Punkte
Möglichst große Berührungsfläche zwischen Boden und Sth => viele Wurzeln, ein Auge soll noch heraus gucken
Reihenabstand 25 cm, in der Reihe 3-5 cm, 5 Reihen auf dem Beet
Nach einem Jahr = 1 j bw Sth = 0/1
- Stecklingesvermehrung
- Stecklingesvermehrung
Mutterpflanze: a muss gesund, b Sorten typisch, junges wüchsiges Material sein
Wo? Extra aufgepflanzte Mutterpflanzen, oder Pflanzen die in Kultur stehen werden zurück geschnitten z.B. Sträucherquartiere
Wann? (Zeitfolge) Immer wenn der Reifegrad stimmt
Jan/Feb: Angetriebene Mutterpflanzen z.B. Budlleja
Mai/Juli/Aug: Hauptmonate der Stecklingsvermehrung z.B. Spirea, Potentila, Deutzia, Ilex, die meisten Blütensträucher
Aug/Sep: Immergrüne / Laubsträucher
Koniferen von März bis Winter
Schnitt: Länge ergibt sich aus Anzahl der Internodien: ca. 3-8 cm davon ein bis zwei Nodien über dem Boden
a. „Auf Auge schneiden“ = direkt unter dem Auge. Assimilat (Nährstoffe) stau, werden leichter Wurzeln gebildet
b. „Auf Länge schneiden“ = einfach so. Bei leicht bewurzelbaren Gehölzen, oder wenn Augen sehr dicht bei einander sind. Vorteil es können viele auf einmal geschnitten werden
Durch Schrägschnitt wird die Wundfläche vergrößert, dass bedeutet das mehr Kalusbildung was mehr Adventivwurzeln zur folge hat
Ein seitlicher einschnitt, zusätzliches entfernen von Rinde ist eine zusätzliche Wundvergrößerung mit dem gleichen Effekt (eingesetzt bei schwer bewurzelbaren Gehölzen)
Oben Verdunstungsfläche reduzieren: Blätter einkürzen
Blüttenknospen, Früchte, Oberes Ende rausbrechen, damit keine Kraft verloren geht
Untere Blätter/Nadeln entfernen zum stecken
Braucht guten Bodenkontakt, festdrücken
Bei Koniferen durch Abriss: untere Nadeln abreißen, dass stehen bleibende Fähnchen abschneiden
schneiden: Juni – Oktober je nach Reifezeitpunkt
Substrat = Nährstoffarm, ohne grobe Stoffe wegen stecken sondern Perlite Sand …
Multiplatte oder Stecklingsschale
Etikettieren mit botanischem Namen und Datum
Etikettieren mit botanischem Namen und Datum
Dann ins Vermehrungshaus mit gespannter Luft
Laubgehölze bewurzeln nach 3-4 Wochen Koniferen bewurzeln nach 6-8 Wochen
Abhärtungsphase mit Makroklima noch mit Netzen bedeckt
Nach 1 Jahr im Haus + Abhärten – Rückschnitt + Topfen (9er, 10er, 11er)
Laubgehölze 1 Jahr Multiplatte, 2tes Jahr Topfen dann Verkaufen = 1 x verschulter Stl 2 Jährig verschulter Stl
Koniferen 1 Jahr Multiplatte, zwei Jahre im Topf = 3 jährig verschulter Stl
Beim Topfen + Dünger: Punktdüngung oder ins Substrat eingemischt und wenn nötig Sachdüngung im Sommer
3 g pro l, Nachdüngung nach bedarf
prüfen von Krankheiten
- Stempel
- Stempel: befindet sich im inneren der Blüte. Er setzt sich aus dem Fruchtknoten, dem Griffel und der Narbe zusammen
- Sterilisation
- Sterilisation: Erden, Geräte oder Töpfe durch Dampf oder chemische Produkte Keimfrei machen.
- Sternrußtau
- Sternrußtau
- Schadbild: An Rosenblättern schwarze, braune bis violette Punkte, die sich strahlenförmig ausdehnen. In der Folge vergilben die Blätter und fallen ab. Bei einem starken Befall kann es zu einem totalen Blattverlust kommen und die Pflanze hat eine schlechte Frostresistenz.
- Ursache: Der Pilz überwintert auf abgestorbenen Blättern am Boden und an der Rinde. Die Infektion erfolgt bei günstigen Bedingungen an Jungtrieben von unten her von Frühjahr bis Sommer. Begünstigt wird die Infektion durch Taubildung und Regen und kann in nassen Sommern schon ab Juni erfolgen.
- Vorbeugung: Frühzeitige Behandlung mit Fungiziden, besonders an Blattunterseite, damit die Sporen nicht keimen können. Meistens sind periodische Wiederholungen nötig.
- Bekämpfung: Bei beginnendem Befall, sollten sofort und gründlich entsprechende Pflanzenschutzmittel gespritzt werden und in Abständen von 7 bis 14 Tagen wiederholt werden.
- Wirtspflanzen: Rosen
- Stratifikation
- Stratifikation
Warmstratifikation: Hartschalige Samen werden in Torf-Sand-Erde (1:1) eingebettet und 4-12 Wochen bei 20-25°C aufbewahrt. Vor dem Aussäen – Kaltstratifikation
Kaltstratifikation: die Samen werden bis 24 Std. eingeweicht und dann in keimfreien Sand 1:3 in Schichten oder gemischt aber frostfrei gelagert. (Vor Mäusen und Vögeln schützen). Das Substrat darf nicht trocken sein. Die Stratifikation hängt von den einzelnen Arten ab, dauert aber meist nur das Winterhalbjahr, manche Samen liegen noch ein weiters Jahr über, Rosa canina braucht 18 Monate
Ist die Lagerung zu warm, beginnen die Samen schon frühzeitig zu keimen. Dann muss die Aussaat sofort erfolgen, ansonsten wartet man bis zum Frühjahr
- Substrat
- Substrat: Wurde durch Mischung zusammen gestellt und kann sofort verwendet werden (Torf, Sand Gemisch z.B. 2 zu 1)
- Suspension
- Suspension: sind pulverförmige Erzeugnisse, die Substanzen sind nicht Wasserlöslich, Brühe muss ständig in Bewegung gehalten werden
- Suspension
- Suspension: Gleichmäßige feine Verteilung eines unlöslichen festen Stoffes in einer Flüssigkeit.
- Systemische Wirkung
- Systemische Wirkung: Wenn die Wirkstoffe eines Pflanzenschutzmittels in das Gewebe und in die Leitungsbahnen der Pflanze eindringen. Sie wirkend dann innertherapeutisch.
- Telophase
- Telophase: sind getrennt, Kern teilt sich
- Tiefenwirkung
- Tiefenwirkung: Wenn die Wirkstoffe eines Pflanzenschutzmittels bis zu einer gewissen Tiefe ins Pflanzengewebe eindringt und wirkt.
- TKS
- TKS: Torfkultursubstrat, meistens reiner weiß Torf
- Transpiration
- Transpiration: Abgabe von Wasserdampf
- Turgordruck
- Turgordruck: Druck auf die Zellwand
- Vektoren
- Vektoren: Überträger von Krankheitserregern auf Wirtspflanzen
- Verdunstungskälte
- Verdunstungskälte: Nach der Transpiration wird das Wasser wieder flüssig. Der Umgebung wird ‚Energie entzogen’ dadurch sinkt die Temperatur - Warum wird ständig Wasser abgegeben?
- Damit Wasser und Nährstoffe aus dem Boden in Pflanze kommen können. Durch den entstehenden Sog gelangen lebensnotwendige in Wasser gelöste Ionen in die Pflanze
- Durch Verdunstung erzeugt die Pflanze Kühlung (Verdunstungskälte). Es könnte sonst der Hitzetod drohen
Wo wird Wasser abgegeben?
- Transpiration: durch Spaltöffnungen (Stomata) circa 500 – 1000 rp cm2
- Lentizellen
- Kutikula (wenn nicht zu dick
- Guttation durch Wasserspalten an Blattspitzen (Tau bei Gras) oder Zähnen (Rosen). Die Guttation bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit wenn keine Transpiration möglich ist.
Schutz Möglichkeiten vor zu hoher Verdunstung
Verdickte Kutikula
Spaltöffnung schließen
Behaarung als Windschutz an Blatt Unterseite, Jungantrieb, Frucht
Blattstellung zur Sonne oder runterhängend (beschatten sich selbst)
Blattverkleinerung (einrollen bei z.B. Rhododendron)
- Blattumwandlung (Dornen)
- Veredlung
- Veredlung
Kopulation: bei vielen Laubgehölzen
Seitliches Anplatten:
bei Koniferen:
-Bei starkem Harzfluss mit kurzer Zunge, bei wenig mit langer
-Wegen Harz nur Gummiband, kein verstreichen nötig
-Gummi vergammelt an der Sonne
-Unterlage mit Ballen da sie Weiterwachsen soll
-Schattenseite vom Reis muss zur Pflanze hin: wächst zum Licht, Nadeln sind so ausgerichtet (Photosynthese)
Nach paar Monaten Unterlage zurückschneiden und Umtopfen
Okulieren bei Rosen im Sommer (August)
Pfropfen in den Spalt oder hinter die Rinde – wenn Unterlage besonders dick und Reis besonders dünn ist (März, April)
Chip-Veredlung: Auge + Teil von Reis März + Sep/Okt
Nikolieren: 2 Edelreiser übereinander Juli/Aug
- Verwesung
- Verwesung: Eine Art des Stoffabbaus (durch aerobe Bakterien) der stattfindet, wenn genügend Sauerstoff, Feuchtigkeit und Wärme vorhanden sind. Also am besten in lockeren und luftigen Böden.
- Virosen
- Virosen: Krankheiten an Pflanzen, die durch Viren verursacht werden.
- Virus
- Virus = lat. Gift
- Ist ein Krankheitserreger
- Wird bei 100.000 -facher Vergrößerung sichtbar
- besteht aus einer Eiweißhülle mit DNS, hat keinen Stoffwechsel und lebt darum technisch nicht…
- Körper ist Kugel- Linear, Spiralenförmig usw.
- Haben eine große Mutationsrate
- Viren dringen in lebende Zellen ein – zum Zellkern ‚übernehmen hier den Befehl’ – dadurch lebt er und kann sich vermehren
+ Viren erkennen:
1.Maskierung: ein Symptom verschwindet vorübergehend wird erst später wieder ausgelöst
2.Latenz: Virus zeigt kein Krankheitsbild ist aber trotzdem im Organismus vorhanden und kann weiter übertragen werden
Viren kommen in allen lebenden Teilen vor (Zellen brauchen sie zum leben) in toten meist latent
+ Überträger: Vektoren
- Übertragung durch Pflanzensäfte bei:
1.Mensch: Schneidewerkzeug: Vermehrung, Scheiden
2.stechend und beißende Insekten z.B. Läuse…
Nematoden
+ Viruserkrankungen (Virosen)
1.Mosaikkrankheit: Mosaikviren: Blätter oder Blüten verfärben sich gestreift, immer mit geraden Abgrenzungen ohne Übergänge (z.B. bei Tulpen wird diese Krankheit als ‚gestreifte neue Sorte’ weitervermehrt) auch bei Gurken, Himbeeren, Erdbeeren…
2.Kräusel- Blattrollkrankheit (ähnliches kann auch von Insekten sein: durch saugen kommen Stoffe rein – hier wächst das Blatt nicht weiter) kommt viel im Zierpflanzenbau vor: Hortensien, Flieder, Salat
3.Schmalblättrigkeit: Schmale fadenförmige Blätter (bei z.B. Tomaten)
4.Zwergwuchs: gestauchter Wuchs: bei z.B. Himbeere, an Zier- und Gartengehölzen
5.Krankhafte Verzweigung: (Proliferation) – Hexenbesen oder Besenwuchs. Oft bei Birken (wie Vogelnester)
6.Fruchtverformung: bei z.B. Obst. Früchte werden klein, hart, rau, ungenießbar
7.Gummiholz: weiches Holz, bei Obstbäumen brechen die Äste schnell unter der Last der Früchte = wenig Ertrag
8.Flachästigkeit: ähnlich Gummiholz
Tumorbildung: kann hervorgerufen werden
+ Bekämpfung:
Es gibt zur Bekämpfung keine Virizide oder Bakterizide.
Mögliche Bekämpfung: Hygiene, kranke Pflanzen verbrennen, Läuse und andere überträger bekämpfen
- Wachstumsfaktoren
- Wachstumsfaktoren: Unterschiedliche Merkmale des Pflanzenwachstums und Ertrags
++ Wachstumsfaktoren, Innere: Diese sind genetisch festgelegt, sie können aber durch Züchtung verändert werden.
++ Wachstumsfaktoren, Äußere: Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Nährstoffe (N,P,K usw.)
- Licht: wird als Energiequelle für die Umwandlung der Nährstoffe CO2 und Wasser (H2O) zu Zucker in den Chloroplasten benötigt. Arten brauchen für volle Photosyntheseleistung unterschiedliche Lichtenergie
- Temperatur: beeinflusst den Stoffwechsel (Freiland und unter Glas sind unterschiedlich). Niedrige Temperaturen im Frühjahr fördern Blatt und Blütenknospen. Hohe Temperaturen im Sommer fördern Ausreife bei Koniferen, Blüten im nächsten Jahr bei Obst und Ziergehölzen. Im Freiland Bodentemperatur für Wurzelbildung und Aufnahme von Nährstoffen
Luftfeuchtigkeit: bestimmt die Abgabe von Wasserdampf (Transpiration). Je weniger, desto weniger Nährstofftransport von den Wurzeln. Dann muss energieaufwendig Gutation (Wasserabgabe in Tropfenform) betrieben werden.
- Wasseraufnahme
- Wasseraufnahme: Pflanzen nehmen Wasser durch die Wurzeln aus dem Boden auf.
- Weiße Fliege
- Weiße Fliege
- Schadbild: Auf der Blattunterseite sitzen bis zu 1,5 mm lange, weiß bepuderte Fluginsekten und ihre flachen hellgrünen, schildlausähnlichen Larven. Auf der Blattoberseite zeigen sich zuerst kleine gelbe Flecken und später eine Vergilbung der Blätter. Bei Berührung fliegen die Insekten sofort auf. Befallstellen sind mit Honigtau und Russtaupilzen belegt. Die Pflanzen sind in der Folge bei der Nährstoffaufnahme gehemmt.
- Ursache: Die weiße Fliege (Mottenschildlaus) ist nahe mit der Blattlaus und der Schildlaus verwand, sie schädigt auch durch saugen. Die Vermehrung findet durch Eierablage statt, die an der Blattunterseite befestigt werden. Die Larven entwickeln sich schnell zu Vollinsekten. Ein trockenes und warmes Klima begünstigt eine starke Vermehrung und Ausbreitung. Weiße Fliegen können auch Viren übertragen.
- Vorbeugung: Die Klimabedingungen um die Pflanze sollten ständig kontrolliert und evtl. verbessert werden. Schon beim ersten Auftreten sollten Pflanzenschutzmaßnahmen durchführen werden. Es können zum Beispiel Lockfallen eingesetzt werden.
- Bekämpfung: Auf der Blattunterseite und in kurzen Intervallen von 8 bis 10 Tagen gründlich spritzen.
- Wirtspflanzen: Fuchsien, Glockengeranien, Tomaten, Kohlarten, Aubergine.
Nützlinge: Schlupfwespen
- Woll- oder Schmierläuse
- Woll- oder Schmierläuse
- Schadbild: An den Blattunterseiten entlang den Hauptnerven, befinden sich weiße Wachsausscheidungen mit flockigen Strukturen. Darunter versteckt sich die 3 bis 5 mm langen, ovalen weiß bepuderte Wollläuse. Durch die Saugtätigkeit der Insekten, entsteht Fleckenbildung und Kümmerwuchs und das ausscheiden von Honigtau hat Russtaubildung zur Folge.
- Ursache: Obwohl diese Läuseart keine Schilder haben, gehören sie zu den Schildläusen. Ihr Schutz sind die Wollgespinste und die Wachsausscheidungen. Sie sind in allen Stadien beweglich, bilden aber oft dichte Kolonien.
Vorbeugung: Die Pflanzen sollten regelmäßig auf Befall kontrolliert werden und frühzeitiger geeigneten Produkte eingesetzt werden.
- Bekämpfung: Durch die wolligen Ausscheidungen sind die Schädlinge gut geschützt. Beim Spritzen sollte daher mit einem hohen Druck gearbeitet werden und besonders die Blattunterseite behandeln werden.
- Wirtspflanzen: Kakteen, Apfel, Birne, Quitten
- Nützlinge: Schlupfwespen, Marienkäfer
- Wurzel
- Wurzel:
Wurzeln erkennt man daran, dass sie kein Chlorophyll haben und darum meist weiß bis gelblich gefärbt sind. Außerdem haben Wurzeln keine Knospen (Nodien).
Die Aufgaben von Wurzeln sind: Verankerung, Wasser und Nährstoffaufnahme, Symbiose (Mykorrihza), Speicherung von Reservestoffen.
- Wurzelhals
- Wurzelhals: ist der Übergang zwischen Wurzel und Spross - Nährstoffaufnahme an der Wurzel: Durch Wasser wird der Dünger aufgelöst und in der Erde zu Ionen, elektrische geladenen Teilchen, umgewandelt – nur diese kann die Wurzel aufnehmen. Die Ionen kommen zu den Wurzelhaaren – nur hier können Nährstoffe aufgenommen werden (!), und sitzen nun auf einer Membran. Diese Nährstoffe müssen von der Pflanze nun in einem aktiven Vorgang durch Eiweißkörperchen ins innere gebracht werden. Durch die elektrische Ladung fungieren die Eiweiße als „Fähren“ und bewegen die Nährstoffe z.B. Kalium K+. Die „Fähren“ fahren nie leer, auf dem Rückweg sind sie z.B. mit dem Abfallstoff H+ beladen
- Zuschlagsstoffe
- Zuschlagsstoffe: Alles was durch Mischung einem Substrat zugesetzt wird (kein Dünger). Z.B. Sand, Perlite, Kiesel, Rinde, Kokos, Lecaton, Reishülsen
- Zweihäusig
- Zweihäusig: Eine Pflanze hat nur männliche eine andere nur weibliche Blüten
- Blüte dient der generativen Fortpflanzun